Bauernregel: „Oktober kalt (rauh) – Januar warm (flau)“

EDIT. 08.10.2015

Oktober kalt (rauh) – Januar warm (flau)

Viele Oktoberregeln beziehen sich auf die zu erwartende Winterwitterung. Ein Oktober, deren Mitteltemperatur mindestens 1,5 Grad unter dem Durchschnitt liegt, zieht in zwei von drei Jahren einen milden Januar und sogar und in drei von vier Jahren einen milden Februar nach sich.


Schauen wir uns nachfolgend 3 Möglichkeiten an..

1.) alle zu kalten Oktober
Warmer Oktober bringt fürwahr einen kalten Januar
Verglichen wurde, wie bei allen 3 Möglichkeiten, zum Mittel von 1961 – 1990. Hier wurden alle Oktober genommen die mehr als 0,1 K kälter ausfielen. Bei 65 zu kalten Oktobern, gab es im folgenden Jahr lediglich 34 zu warme Januar (rot markiert), weitere 6 (orange markiert) waren nur geringfügig wärmer als das Mittel. Das wären, im ersten Fall, mit den 34 zu warmen Januarmonaten 52%, im zweiten Fall immerhin noch 65% und dementsprechend 2/3 aller Jahre. Zu beachten ist hier aber, dass nicht mit der Mindestabweichung (laut Bauernnregel) von 1,5 Grad gearbeitet wurde.

2.) alle Oktober mit mindestens 1,5 Grad unter dem Mittel 
= 2/3 zu milden Januar
Warmer Oktober bringt fürwahr einen kalten Januar-2
In dem Fallbeispiel,  gab es 28 Oktober die mind. 1,5 K (+-0,1K) kälter waren. Die 28 darauffolgenden Januarmonaten waren, 17 mal zu warm, und 3 mal nur geringfügig wärmer. Das bedeutet einmal 61% Eintreffwahrscheinlichkeit, nimmt man die geringfügig zu warmen Januarmonate dazu, ergibt sich eine Eintreffwahrscheinlichkeit von 71%. Das heißt die Bauernregel hat durchaus ihre Berechtigung.

3.) alle Oktober mit mindestens 1,5 Grad unter dem Mittel 
= 3/4 zu milden Februar
Warmer Oktober bringt fürwahr einen kalten Januar-3
Im letzten Fallbeispiel, gab es natürlich auch 28 Oktober die mit mind. 1,5 K (+-0,1K)  zu kalt waren. Die 28 darauffolgenden Februarmonate waren, 16 mal zu warm, und 2 mal nur geringfügig wärmer. Das bedeutet einmal 57% Eintreffwahrscheinlichkeit, nimmt man die geringfügig zu warmen Februarmonate dazu, ergibt sich eine Eintreffwahrscheinlichkeit von 64%. In dem Fall, trifft die Bauernregel nicht zu.

Wichtig ist natürlich auch zu wissen, dass nicht jede Bauernregel Eins zu Eins auch auf jeden Standort angewendet werden kann. Je nach Entstehungszeit- und Ort variieren die Ergebnisse auch. In dieser Bauernregel ging es hauptsächlich nur um die Temperatur die verglichen wurde. Die Begriffe wie „rau“ und „flau“ können dementsprechend auch weit gefasst werden und beziehen ja auf das ganze Wettergeschehen.

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