Wetterdaten Februar nun verfügbar: Erst relativ mild, zum Monatsende dann mit arktischer Kälte. Aber viel zu trocken.

Der Februar zeigte sich überwiegend zu warm, viel zu trocken dafür aber sehr sonnig. Die Temperaturen bewegten sich, bis fast zum Monatsende, im Bereich zwischen 1 und 9 Grad.  Allerdings gab es von Moantsbeginn an Frost. Erst in den letzten Februartagen bestimmten dann arktische Luftmassen das Wettergeschehen. Erst wurde von Tag zu Tag kälter, sodass sich auch Tagsüber Dauerfrost einstellte. Schnee gab es aber auch weiterhin keinen. Als Folge des anhaltenden Frostes, froren allmählich die Fließe und Seen im Spreewald zu. Auffällig war der konstante Ostwind, den es an fast allen Tagen des Monats, mal mehr, mal weniger stark gab. Dabei gab es grade zum Schluss, gefühlte Temperaturen von unter -20 Grad.

Die Durchschnittstemperatur betrug im Februar -16,1 Grad. Das entspricht einem Minus von 2,7 Kelvin gegenüber dem langjährigen Mittelwert von 1981 – 2010. Dabei war die erste und zweite Dekade mit jeweils -0,41 Grad und 0,70 Grad eher zu warm. Erst in der letzten und dritten Dekade gab es einen Durchschnittswert von -6,0 Grad. An insgesamt 18 Tagen lag das Tagesmittel im negativen Bereich. Vor allem in den letzten Monatstagen gab es Tagesmittelwerte von unter -5 Grad. Den kältesten Durchschnittswert gab es am 27. Februar mit -9,8 Grad. Die Höchsttemperatur betrug 9,1 Grad und wurde am 16. Februar gemessen. Die Tiefsttemperatur lag bei -16,6 Grad am 27. Februar. Erst am 23. Februar gab es den ersten Dauerfrosttag überhaupt im ganzen Winter. Bis dahin blieben alle Höchsttemperaturen über Null Grad. Danach folgte aber bis zum Monatsende weiterer Dauerfrost. Die kälteste Höchsttemperatur wurde am 28. Februar mit -5,5 Grad erreicht. Zusammengefasst gab es so 6 Eistage (Dauerfrosttage), 27 Tage mit Frost und ebenfalls 27 Bodenfrosttage. Einzig am 11. Februar gab es weder Luft- noch Bodenfrost. Die kälteste Bodentemperatur wurde am 27. Februar mit -19,1 Grad beobachtet. An 7 von 28 Tagen gab es einen Tagesgang zwischen Höchst- und Tiefsttemperatur von mehr als 10 Kelvin. Den höchsten davon ebenfalls am 27. Februar mit 12,7 Kelvin (von -16,6 auf -3,9 Grad). Die Kältesumme betrug -65,0 Kelvin, die Grünlandtemperatursumme 14,9 Kelvin.

Zudem gab es am 26. & 28. Februar neue Tagesrekorde im Bereich niedrigste Höchsttemperatur. Oftmals lagen die Tiefsttemperaturen, sowie die niedrigsten Höchsttemperaturen in den Top5-Bereichen der Tageswerte seit 1889.

Aus Sicht der Niederschläge war der Februar ein „Fast“ Rekordmonat. Mit nur 1,7 mm gab es 32,4 mm weniger als im Durchschnitt üblich wären. Es gibt nur ein Jahr seit 1889, dass noch weniger Niederschlag im Februar aufweisen kann. In der Summe gab es nur 5 Niederschlagstage, an denen jeweils weniger als 1,0 mm fiel. Den meisten Tagesniederschlag gab es am 12. Februar mit 0,5 mm. Schnee gab es nur sporadisch und für wenige Stunden. So konnten am Morgen des 13. Februars einige Zentimeter Schnee gemessen werden. Schaut man in die Statistik, so gilt der Tag aber nicht als Schneetag, da der Automat keinen Schnee registriert hat. Da aber die Verdunstig standardmäßig im Februar relativ niedrig ist, fiel die Trockenheit nicht so sehr ins Gewicht.

Gleiches gilt für die Sonnenscheindauer, nur hier im positiven Sinne. Im Februar gab es insgesamt 129,3 Sonnenstunden. Das entspricht einem Plus von 56,4 Stunden Sonne. Gleichzeitig ist es auch ein neuenr, absoluter Februarrekord. Seit Aufzeichnungsbeginn im Jahr 1954, gab es keinen noch sonnigeren Februarmonat. Den sonnigsten Tag gab es am 23. Februar mit 8,2 Stunden Sonne. Alleine in der letzten Februardekade schien die Sonne 53,3 Stunden. Umgerechnet auf den Monat sind das schon 41,2 %. Trotzdem schien die Sonne an 4 von 28 Tagen weniger als eine halbe Stunde. An 2 Tagen gab es keine einzige Minute Sonnenschein.

Der Wind war letztendlich nur schwach mit einer maximalen Böe von 41,1 km/h aber wehte beständig aus östlichen bis nordöstlichen Richtungen. Somit lag die gefühlte Temperatur oftmals deutlich tiefer und ließ es winterlicher anmuten als es wirklich war. Den höchsten durchschnittlichen Tagesluftdruck gab es am 25. Februar mit 1022,5 hPa. Direkt am Monatsanfang (01. Februar), der niedrigste durchschnittliche Tagesluftdruck mit 992,7 hPa gemessen werden.

Zum Schluss noch eine kurze Zusammenfassung der WetterEinträge im Februar…
meteocb.wordpress.com/2018/03/02/Hochdruck und viel Sonnenschein
meteocb.wordpress.com/2018/02/28/Seit Wochen kein Niederschlag mehr
meteocb.wordpress.com/2018/02/28/Tiefstwerte am 28. Februar
meteocb.wordpress.com/2018/02/27/Tiefstwerte am 27. Februar
meteocb.wordpress.com/2018/02/26/Dauerfrost auch im Spreewald. Aktuelle Eislage auf den Fließen & am Spremberger Stausee
meteocb.wordpress.com/2018/02/26/Tiefstwerte am 26. Februar
meteocb.wordpress.com/2018/02/25/Tiefstwerte am 25. Februar
meteocb.wordpress.com/2018/02/24/Tiefstwerte am 24. Februar
meteocb.wordpress.com/2018/02/23/Tiefstwerte am 23. Februar
meteocb.wordpress.com/2018/02/22/Große Temperaturunterschiede im Cottbuser Stadtgebiet
meteocb.wordpress.com/2018/02/22/Erneut strenger Nachtfrost, als Auftakt der kommenden Kältephase
meteocb.wordpress.com/2018/02/20/Arktische Kaltluft aus Osten
meteocb.wordpress.com/2018/02/18/Februar & Trockenheit
meteocb.wordpress.com/2018/02/13/Überraschender Wintergruß
meteocb.wordpress.com/2018/02/06/Die kälteste Nacht des Winters 2017/2018?

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