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|Sommerhalbjahr & Feinstaubvergleich| …wie sahen die Feinstaubwerte in der Cottbuser Bahnhofstraße aus?

Bevor der Herbst so richtig los geht & die Feinstaubwerte durch wiederholte Inversionswetterlagen wieder einige Höhen erklimmen dürften, gibt es an dieser Stelle einen kleinen Rückblick auf die Feinstaubwerte aus dem Sommerhalbjahr.

Ein großes Dankeschön geht an Jörg Friebe, für die grafische Umsetzung, sowie ggfs die Korrektur der Werte.

Im Sommer sind die Feinstaubwerte grundsätzlich niedriger als im Herbst/Winter. Daher gibt es eine grobe Unterscheidung in zwei Arten von Feinstaubwerten. Im Sommer ist es vor allem der sogenannte Sommersmog, das heißt durch starke Sonneneinstrahlung werden Stickoxide in Bodennähe zu Ozon umgewandelt. Das führt zusätzlich zum Wärmestress, zu einer weiteren hohen gesundheitlichen Belastung.

Im Winter sind es dann die Inversionswetterlagen die wie ein Deckel den giftigen Feinstaub am Boden halten. Durch das Aufgleiten einer wärmeren Luftschicht, wird die darunter liegende Luft förmlich eingeschlossen und kann nicht in die Atmosphäre entweichen. So sind es dann in der Regel Heizungen, Holzöfen, Verkehr, Industrie & Kraftwerke die enorme Mengen an Schadstoffen produzieren. Grundvorraussetzungen sind aber immer trockene & austauscharme Wetterlagen.

Schauen wir jetzt auf die einzelnen Monate der Feinstaubbelastung in Cottbus. Auch im Sommer kann es viele Besonderheiten geben, von denen oft erhöhte Feinstaubwerte ausgehen können. In diesem September war es vor allem der Großbrand in der Lieberoser Heide, der mit erhöhten Feinstaubwerten deutlich wahrnehmbar war. Neben den messbaren Werten, gab es des öfteren auch eine Geruchsbelästigung, entweder direkt vom Waldbrand aus oder von den Nachbarn die Abends gegrillt, Holz verbrannt oder einfach den Holzofen angeworfen hatten.

Ein weiteres Ereigniss war der Frontdurchgang des Tiefs HELENE am 21. September. Der verbundene Staubsturm (zB. durch Aufnahme der Stickoxide von Feldern und/oder Russpartikel der Reifen auf den Straßen) ließ die Feinstaubwerte in die Höhe schnellen. Verstärkt wurde der Vorgang dadurch, dass die Front trocken durchging. Die schmutzige Luft konnte erst später durch Regen & kühlere Luftmassen ausgewaschen werden. Die Tage danach lagen dann auch deutlich unter den Grenzwerten der WHO (Weltgesundheitsorganisation). So sind in der Summe bis Oktober 33 Tage zu verzeichnen, an denen die strengeren Grenzwerte eingehalten wurden & eine saubere Luft zur Verfügung stand.

(Für eine vergrößere Ansicht bitte auf das Bild klicken).


Abb. 1 …Feinstaubwerte September 2018 Cottbus-Bahnhofstraße

Abb. 2 …Feinstaubwerte August 2018 Cottbus-Bahnhofstraße

Im Juli gab es 3 Tage, an denen der von der Europäischen Union festgelegte Grenzwert von 50 µg/m³ überschritten wurde. Am 07. Juli begann es in der Lieberoser Heide zu brennen. Die Kürze des Ausschlags und die Windrichtung sprechen hier allerdings gegen den Waldbrand als Verursacher.


Abb. 3 …Feinstaubwerte Juli 2018 Cottbus-Bahnhofstraße

Am 21. Juni zog das Tief CATHY mit entsprechender Kaltfront (Austausch der Luftmasse) über die Region. Auch hier trat die klassische Aufwirbelung von Schmutzpartikeln im Vorfeld der Kaltfront auf. Dahinter sanken die Feinstaubwerte über mehrere Tage in den grünen Bereich.


Abb. 4 …Feinstaubwerte Juni 2018 Cottbus-Bahnhofstraße

Der Mai zeigt gegenüber den Vormonaten schon deutlich höheren Feinstaubwerte, vor allem in der zeitlichen Dauer (Breite der Tageswerte) auf. Besonders hoch waren die Feinstaubwerte am 29. Mai. Eine Reihe von Gewittern traf dabei die Lausitz. Erst nur vereinzelt, dann ein Tag später flächendeckend über der ganzen Region. Dabei kam es auch zu größeren Windböen. Gleichzeitig brannten zu diesem Zeitpunkt etliche Felder oder kleinere Waldstücke. Ein Feuer brach auch in der Nähe von Bärenklau b. Peitz aus. Bei östlicher Windrichtung könnten von dort die Schmutzpartikel in Richtung Stadt gelangt sein.


Abb. 5 …Feinstaubwerte Mai 2018 Cottbus-Bahnhofstraße

Auch im April ist die Chance einer Inversionswetterlage noch hoch. Wenn gleich auch der April auch oftmals mit Schauerwetter und schnellerem Wechsel von Luftmassen aufwarten kann.  Insgesamt 7 mal stiegen in diesem April die Feinstaubwerte über den festgelegten Grenzwert der EU.


Abb. 6 …Feinstaubwerte April 2018 Cottbus-Bahnhofstraße

Weitere Informationen zum Thema Feinstaub in Cottbus findet man unter meteocb.wordpress.com/Luftqualität & Luftgüte

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