Wetterdaten & Rekorde

|Feinstaubübersicht Januar| ..mit der Kälte nimmt auch die Feinstaubbelastung zu.

Wenn wir uns im Winter kalte Temperaturen & Schnee wünschen und es am Ende doch nur für Temperaturen zwischen +5 und +10 Grad reicht, so sind die meisten ziemlich enttäuscht. Betrachtet man die winterliche Witterung aber aus einer anderen Perspektive, so kann man durchaus erfreut sein, wenn es eben nicht so kalt ist! Klingt verwirrend, aber dahinter steckt ein ganz einfacher Grund.

In diesem Januar dominierten viele Tage an denen es oft Westwindwetter gab. Das heißt Tiefdruckgebiete die von West nach Ost durchzogen und neben viel Wind auch milde Temperaturen und einiges an Niederschlag mitsich brachten. Die Folge ist ein fortwährender Austausch der Luftmassen. Unter diesen Bedingungen hat die Bildung von Feinstaub kaum Chancen. Das sieht man auch in der nachfolgenden Feinstaubübersicht für Januar (grüne Smileys).

Mit Drehung des Windes auf nordöstliche oder östliche Richtungen, beruhigt sich das Wettergeschehen meist. Es stellt sich eine gradientschwache Wetterlage ein. Oftmals passiert das in Verbindung mit einer sich aufbauenden Inversion (blockierende Luftschicht die keinen Austausch der Luftmassen zulässt). Die Folge ist dann ein schnelles Ansteigen der schädlichen Feinstaubwerte. Auch dies kann man nahezu perfekt in der Übersicht erkennen (rote Ausrufezeichen).

Quelle: Bearbeitung und Aufbereitung der Feinstaubdaten durch Jörg Friebe.

Ein weiterer Faktor, neben Inversionswetterlage & kalten Temperaturen, können zB. auch polnischen Kohlekraftwerke entlang der deutsch-polnischen Grenze sein. So hat eine Analyse privater & amtlicher Messungen durch Jörg Friebe ergeben, dass am 23. Januar überregional eine ganz ähnliche Verlaufskurve des Feinstaubs aufgetreten ist. Natürlich unterschieden sich die privaten und amtlichen Messwerte vor allem in der Amplitude, also in der Höhe des Feinstaubswerts, aber alle Stationen zeigen die gleichen Charakteristika an.

Dazu würde passen, dass es am besagten 23. Januar vorwiegend Ostwind gab & sich somit die schädlichen Partikel über die Grenze nach Deutschland ausbreiten konnten. Ob der Hauptgrund für den kurzfristig, sehr starken Anstieg des Feinstaubs der Eintrag aus den Kraftwerken ist, kann bisher nur vermutet werden.

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