Wetterdaten & Rekorde

|Dauerregen in der Lausitz| …Vb-Tief HANS sorgt ganztägig für trübes und nasses Wetter.

Endlich ist auch in der Lausitz der Regen angekommen. Tief HANS zog als Vb-Tief von Bayern über Tschechien nach Brandenburg. Damit verbunden waren erst leichte, später anhaltende mäßige Niederschläge.

Nachdem der Tiefkern am Nachmittag über Ostsachsen lag, wurde auf der Rückseite immer mehr Warmluft herumgeholt. Das führte dann zu sogenannen „Warmlufteinschubgewitter“, viel Hebung und schauerartig, verstärktem Regen. Gab es bis zum frühen Nachmittag im allgemeinen 5 bis 20 mm, so konnte es in den kurzen Starkregenphasen am späten Nachmittag dann bis zu 30 mm in einer Stunde geben. Bis zum Abend regnete es in unterschiedliche Intensität weiter.

Wetterübersicht im Einzelnen.

  • Nach Mitternacht nahmen die Niederschlagssignale von Süden langsam zu. Dabei regnete es meist nur leicht, oft nur Sprühregen. Entlang von Oder und Neiße gab es leichten Dauerregen.
  • Ab den frühen Morgenstunden intensivierte sich der Regen von Osten und Süden. Mitunter gab es auch mäßige bis starke Dauerregenphasen. Ab etwa 10 Uhr beruhigte sich das Wetter und der Dauerregen zog nach Nordwesten ab.
  • Mit Erreichen des Tiefkerns wurde immer mehr Warmluft herumgeholt und Hebung induziert. Das hatte eine Verstärkung der Niederschläge zur Folge. Anders wie am Vormittag, lag der Schwerpunkt eher im Bereich von Görlitz über Hoyerswerda bis in den Elbe-Elster Kreis. Dabei war es in erster Linie schauerartig, verstärkter Niederschlag. Am Nachmittag bildeten sich vor allem in Ostsachsen vermehrt Gewitter.
  • Diese zogen bis zum Abend weiter nach Norden und blieben fast stationär (ständige Neubildungen) über dem nördlichen Ostsachsen bis in den Spree-Neiße Kreis. Zusätzlich zu den gefallenen Summen von 5 bis 15 mm kamen in kurzer Zeit erneut 10 bis 20 mm hinzu. Erst nach diesem Starkregen zeigten die Lausitzer Flüsse (Schwarze Elster, Spree und Lausitzer Neiße) erste Anstieg beim Wasserstand und der Durchflussmenge.
  • Zum frühen Abend bildete sich dann eine gefährliche Wettersituation ab. Dabei prallte der Südwestwind in Nordsachsen (um Hoyerswerda und Bautzen) auf den Nordwestwind im südlichen Brandenburg. Da diese Winde in unterschiedlichen Höhen aufeinander stoßen, stieg die Gefahr von Tornados. Gleichzeitig gab es eine sehr tiefe Wolkenbasis. Genau so eine Zelle bildete sich zB. nördlich von Kamenz. In nur wenigen Minuten schoss der Wasserstand des Schwarzen Elster bei Kamenz von 18 cm auf 75 cm.

Niederschlagsmengen (Auswahl Südbrandenburg & Ostsachsen ab 20 mm) in der Übersicht. Bis Mitternacht kommen lokal nochmal einige Millimeter an Niederschlag dazu.
Trebendorf-Mühlroser Straße 42,2 mm
Hähnichen-Trebus 42,2 mm (DWD)
Rothenburg/OL 39,8 mm
Schleife 31,6 mm
Weißwasser 31,4 mm
Kolkwitz-Dorfaue 31,2 mm
Mattendorf 31,0 mm (MG)
Hoyerswerda 30,5 mm
Felixsee 29,2 mm
Horka 28,6 mm
Trebendorf 28,6 mm (DWD)
Cottbus-Dahlitzer Straße 28,4 mm
Cottbus-Skadower Straße 28,0 mm
Boxberg 26,1 mm (DWD)
Bad Muskau 26,1 mm (DWD)
Cottbus-Parzellenweg 26,0 mm
Calau-Bahnhofstraße 25,4 mm
Luckau-Goetheweg 24,0 mm
Bad Muskau-Wohnpark Am Wasserturm 23,6 mm
Niesky-Lange Straße 23,5 mm
Cottbus-Wilhelm-Nevoigt-Platz 23,4 mm
Cottbus-Wilmersdorf 22,6 mm
Weißkeisel 22,4 mm
Neuhausen/Spree-Harnischdorfer Straße 21,7 mm
Cottbus 21,5 mm (DWD)
Spremberg-Wilhelm-Busch-Straße 21,5 mm
Niesky 21,2 mm

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