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|Luftmassenwechsel| …Wechselspiel zwischen Wolken und Aufklaren. Auswertung des 10-minütigen Temperaturverlaufs vom 03. Dezember 2019.

Schauen wir uns den gestrigen Tag nochmal im Detail an. Das spannende an dem Wettertag war, dass im Laufe des Tages ein Schwall milder Luft in die Region eingeflossen ist. Wer jetzt glaubt, dass die mildere Luft sich langsam den Weg nach Osten bahnt der irrt! Natürlich die grobe Struktur ist die gleiche, ähnliche Ausgangstemperatur und in der darauffolgenden Nacht die gleiche Endtemperatur. Aber in der Zeit dazwischen gibt es einen Hin und Her der Temperaturen. Grund hierfür ist das Wechselspiel zwischen Wolken7Hochnebel und Aufklaren.

Die nachfolgende Abbildung zeigt der Temperaturverlauf von 5 ausgewählten DWD-Stationen (von West nach Ost: Doberlug-Kirchhain, Klettwitz, Cottbus, Bad Muskau und Coschen an der Oder).

Abb. 1 …Temperaturverlauf am 03. Dezember 2019.

Abschnitt 1| Die Anfangsbedingungen waren überall die Gleichen. Viele Wolken und/oder Hochnebel in der Nacht zum 03. Dezember. Die Temperaturen lagen bei allen Stationen vorerst im positiven Bereich. Gleichzeitig wehte ein schwacher Wind aus Nord bis Nordwest. In der zweiten Nachthälfte/früher Morgen bildeten sich von West nach Ost Wolkenlücken. Der Hochnebel wich etwas zurück. Die Temperatur sank dementsprechend in den Frostbereich.

Abschnitt 2| Das passierte aber nicht überall gleich schnell und gleich stark. So hat zB. die Station in Cottbus zwei Minimumpunkte. Auch in Klettwitz hielten sich mehr bzw. dichtere Wolken, somit konnte eine deutliche Abkühlung der Temperatur verhindert werden. An der Neiße in Bad Muskau klarte es zwar auch auf, aber hier sanken die Temperaturen nicht ganz so tief.

Abschnitt 3 | Gegen 8 Uhr setzte machte sich dann die Warmluft aus Westen bemerkbar. Zuerst in Doberlug-Kirchhain und Klettwitz, später dann auch in Cottbus, Bad Muskau und Coschen. Bis etwa 12.30 war dieser Trend der Erwärmung an allen Station deutlich zu sehen. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich in der ganzen Niederlausitz wieder zugezogen, so dass die Wolken an dieser Stelle vernachlässigt werden können. Interessant zu beobachten, dass zwar alle Stationen einen Wärmepeak erreichen (zeitlich verzögert) aber in doch sehr unterschiedlichen Ausprägungen. Lag die Höchsttemperatur in Doberlug-Kirchhain bei 5,3 Grad, so gab es in Klettwitz noch 4,3 Grad und in Cottbus wiederum nur noch 3,7 Grad. Bad Muskau erreichte am frühen Nachmittag nur noch 2,7 Grad, in Coschen waren es lediglich noch 2,0 Grad als Höchstwert. Der Warmluft ging scheinbar die Puste aus?

Abschnitt 4 | Die Antwort zu der Frage lautet: Sonne & Wolken. Im Laufe des Nachmittags bildete sich wieder ein kleines Wolken- bzw. Sonnenfenster. Die Kombination mit untergehender Sonne (kurzer Tag, lange Nacht etc.) ließ die Temperaturen wieder sehr schnell fallen. Am ausgeprägtesten war das Phänomen an den Beispielen Cottbus und Bad Muskau. An der Neiße sank die Temperatur sogar wieder in den Minusbereich! In der westlichen Niederlausitz merkte man davon überhaupt nichts. Dichte Wolken verhinderten ein Auskühlen. In Klettwitz ist lediglich ein kurzes Zucken, also ein kurzes Aufklaren erkennbar.

Abschnitt 5 | Zum späten Nachmittag und Abend zogen dann die Wolken rasch weiter nach Osten. Mit den Wolken kam auch wieder die Warmluft ins Spiel. Innerhalb weniger Stunden/Minuten stieg die Temperatur um 3 bis 4 Grad an. In der Nacht zum 04. Dezember hatten dann alle Wetterstationen die gleiche Luftmasse und annähernd den gleichen Temperaturstand.

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