Monatsauswertungen Wetterdaten & Rekorde

|Wetterdaten Januar nun verfügbar| …Viel zu warm, ohne Schnee & Dauerfrost.

Die Monatszusammenfassungen könnten im Prinzip immer gleich anfangen. Auch der Januar war deutlich zu warm, es gab weder einen Dauerfrosttag noch eine einzige Schneeflocken zu sehen. Mit einer festgesetzten Südwestströmung drang immer wieder neue, „warme“ Luft in die Region, so dass es auch viel zu trocken blieb. Die Böden sind zT. schon wieder so trocken wie Anfang des Sommers des letzten Jahres. Mit anderen Worten, es fehlt der Winterniederschlag um wenigstens etwas Feuchtigkeit in die Böden zu bekommen.

Die Durchschnittstemperatur betrug im Januar 3,82 Grad, dementsprechend ein Plus von 3,48 Kelvin gegenüber dem Mittelwert der Jahre 1981-2010. Schaut man in das Gesamtranking, so landet der Januar auf Platz 7 der wärmsten Monatsmitteltemperaturen. Die Tagesmitteltemperatur lag nur 3x im negativen Bereich, so dass es nicht verwundert, dass so eine hohe Abweichung zustande kam. Durch die andauernde Südwestströmung gab es 6x Höchsttemperaturen über 10 Grad. Der höchsten Werte wurde am letzten Tag des Monats, mit 13,3 Grad gemessen. Den Tiefstwert gab es am 02. Januar mit -6,2 Grad. Insgesamt reichte es also für 25 kalte Tage, 13 Frosttagen und 20 Tagen mit Bodenfrost. Am Erdboden war es mit -8,7 Grad (02. Januar) am kältesten. Den höchsten Tagesgang der Temperatur konnte man am 02. Januar beobachten (14,5 Kelvin; von -6,2 auf +8,3 Grad). Das Pardon dazu, also den geringsten Gang der Temperatur wurde am 25. Januar aufgestellt (1,2 Kelvin; von -1,2 auf 0,0 Grad). Die Kältesumme fiel mit -2,3 Kelvin äußert gering aus. Die Differenz zwischen höchster und tiefster Monatstemperatur lag bei 1,5 Kelvin.

1|stündliche Temperaturwerte aus dem vergangenen Januar


Abb.1 ..stündliche Temperaturwerte im Januar 2020.

Für einen Januar, als Teil des Hochwinters sind die Temperaturen erschreckend. Natürlich gab es auch Nachtfrost, aber nicht über einen längeren Raum und schon gar nicht mit wirklich tiefen Temperaturen. Dagegen fallen natürlich die Tage auf, an denen es Nachts mehr als 5 Grad gab. Auch wenn der 25. Januar suggeriert, dass Dauerfrost herrschte, so ist das in dem Fall eine Täuschung. Für nur wenige Minuten stieg die Temperatur an diesem Tag auf genau 0,0 Grad. Statistisch gesehen also kein echter Eistag mehr. Objektiv gesehen, war es natürlich den ganzen Tag über kalt und frostig.

Auch beim Niederschlag sieht die Bilanz eher enttäuschend aus. Zwar fielen in der Summe 26,7 mm (67,4 Prozent) an Regen, wohlgemerkt kein Schnee!, aber das sind immer noch -12,9 mm gegenüber den Mittelwerten. Der so dringend benötigte Winterniederschlag fiel zumindest im Januar aus. Es regnete an insgesamt 14 Tagen, mit einer höchsten Tagesmenge von 6,5 mm. Gemessen wurde dieser Wert am 09. Januar. Ein Novum, bisher gab es noch keine einzige Schneeflocke zu beobachten. Das hatte es bis dato noch nie gegeben.

Die Sonne schien mit 66,8 Stunden zwar 10,0 Stunden mehr als normal, trug damit aber nur dazu bei, dass es noch unterwinterlich vorkam. Umgerechnet waren es 117,6 Prozent gegenüber dem Sollwert. Den meisten Sonnenschein gab es am 21. Januar mit 7,2 Stunden. Die Sonne schien an 3 Tagen im Monat weniger als eine halbe Stunde, an 12 Tagen (fast die Hälfte!) blieb sie komplett verdeckt von Wolken.

Der Wind war ein ständiger Begleiter. Er wehte fast ausschließlich aus südwestlichen Richtungen (20 von 31 Tagen; 64,5 Prozent) und bereitete damit den Weg für die milde Südwestluft. Die stärkste Windböe gab es am 28 Januar mit 57 km/h. Mit 1046,9 hPa gab es am 20. Januar nicht nur den höchsten Luftdruckwert des Monats, sondern auch den 3. höchsten Wert in der Cottbuser Wettergeschichte seit 1889. Den höchsten durchschnittlichen Tagesluftdruck konnte man am besagten 20. Januar mit 1045,6 hPa am Barometer beobachten. Der niedrigste durchschnittliche Tagesluftdruck mit 995,9 hPa, konnte am 28. Januar notiert werden.

Zum Schluss eine kurze Zusammenfassung der WetterEinträge im Januar…
meteocb.wordpress.com/2020/01/24|Wolkenlos & schwachwindig, dann wirds kalt| …Luftfrost bis zu -6 Grad.
meteocb.wordpress.com/2020/01/19|Die Suche nach dem Schnee| …still und heimlich. Ein kleiner aber intensiver (Schneeregen-)Schauer zog in der Nacht durch den Spreewald.
meteocb.wordpress.com/2020/01/12|Rückblick auf die Niederschläge der letzten Tage| …viele Tiefs bringen klassisches Westwindwetter.
meteocb.wordpress.com/2020/01/02|Frostige Nacht zum Jahresanfang| …Luftfrost bis -7 Grad, Bodenfrost bis -10 Grad in der Lausitz. Schon fast was Besonderes in dieser Zeit.

2|Wetterübersicht Januar 2020 Cottbus


Abb. 2 …grafische Monatszusammenfassung der Wetterdaten im Januar2020.

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