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|Bauernregeln?!| …treffen sie noch zu oder sind sie eher veraltet? – Wie’s im März regnet, wird’s im Juni regnen.

Lange schon gab es keinen Beitrag mehr zu Thema Bauernregeln. Machen wir heute mal den erneuten Anfang und stellen uns die Frage, ob die Bauernregeln Ihre Gültigkeit in der heutigen schnelllebigen Zeit verloren haben oder ob sind sie noch so aktuell sind wie im 19./20. Jahrhundert?

Heutige Bauernregel: „Wie’s im März regnet, wird’s im Juni regnen.“ – Nicht jede Bauernregeln kann allgemein gültig auf jede Region angewendet werden. Viele Bauernregeln befassen sich mit kirchlichen Feiertagen und haben ihren Ursprung im süddeutschen Raum. Die oben genannte Bauernregel kann in vielerlei Richtungen ausgelegt werden. Fangen wir mit dem einfachen Vergleich zwischen zu nass und zu trocken an.

1|Regnet es im März viel, regnet es auch im Juni sehr viel?

Schaut man sich die Daten an, so erkennt man, dass es nur wenige Jahre gibt, in denen es sowohl im März als auch im Juni zu nass war. Was bedeutet zu nass? Die zugrunde liegenden Daten beziehen sich auf den Mittelwert von 1981-2010 (links unten in der Abbildung).

  • In 127 Jahren gab es bisher 17 Paare (blau mit schwarzem Rahmen), umgerechnet bei 13,4 Prozent

2|Ist der März sehr trocken, so wird auch der Juni eher trocken?

Bei den „zu trocken“ Fällen gibt es eine insgesamt höhere Quote zu verzeichnen. Auch hier wurde der Mittelwert aus den Jahren 1981-2010 ermittelt.

  • In 127 Jahren gab es bisher 34 Paare (orange mit schwarzem Rahmen), umgerechnet bei 26,7 Prozent.

3|Beurteilung der Bauernregel

  • Allerdings gibt es jetzt auch Jahre, an denen es erstens ähnlich viel Niederschlag gab und zweitens je ein Monat leicht zu nass/leicht zu trocken ausfiel und somit ebenfalls aus dem Vergleich fallen. Das trifft zB. auf die Jahre 1893, 1898, 1903, 1913, 1918, 1925, 1936, 1938, 1941, 1959, 1960, 1961, 1964, 1972, 1976, 1978, 1983, 1986, 1989, 2002, 2011 und 2014. Nimmt diese Bedingung, ergibt sich ein Wert von 17,3 Prozent.

Egal wie man die Bauernregel auslegt, ob nur grob nach zu nass/zu trocken oder nach größerem Spielraum (leicht zu nass und/oder zu trocken), beides läuft auf eine sehr geringe Erfolgsquote (in Bezug auf die Bauernregel) hinaus. In vielen Jahren und das ist eindeutig die Mehrheit, weisen die Niederschlagssummen eine erheblich größere Differenz auf. Dementsprechend bleibt festzuhalten, dass die oben genannte Bauernregel, auf den Standort Cottbus nur sehr bedingt bis gar nicht (kein deutlicher Einfluss; unter 1/3 aller Jahre) eintrifft. Wenn man Bauernregel doch anwenden möchte, dann sind es eher die trockneren Jahre bzw. Vergleiche, die dann ausschlaggebend sind.

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