Wetterdaten & Rekorde

|Hochsommer & Gewitter| …ortsfeste Gewitter mit hohen Niederschlagssummen.

So legen wir hier auch im Blog wieder los und schauen uns das Lausitzer Wetter genauer an. Schon gestern gab es dabei Temperaturen über 30 Grad. Der Tag startete auch mit viel Sonnenschein, blauem Himmel und eigentlich bestem Badewetter. Doch der Schein trügt. Schon gegen Mittag kamen aus Osten immer mehr Schauer und Gewitter auf.

1|Wettersituation 

Zunächst noch vereinzelt und mehrheitlich in Ostsachsen, bevor es eine kurze ruhigere Phase gab. Ab 14 Uhr schossen im mehr Quellwolken in die Höhe. Die labile Luft breitete sich zunehmend auch in den Elbe-Elster Kreis aus, so dass es am Nachmittag großflächig zur Auslöse von Schauern und Gewitter kam. Allerdings und das ist eher selten, gab es keine nennenswerte Höhenströmung. Das heißt, die Gewitter blieben mehr oder wenig an Ort und Stelle. Das hatte dann wiederum hohe Niederschlagsmengen auf kleinstem Raum zur Folge. Nur wenige Kilometer weiter und es war mitunter auch komplett trocken. 

Zuvor stiegen die Temperaturen noch auf Werte zwischen 28 und 32 Grad an. In den Gewittern gab es häufig auch kleine Outflow Boundarys zu beobachten. Das heißt kalte Luft und Energie fließen aus den Gewitter in die Umgebung. Man merkt das dann am auffrischendem Wind und dem Geruch nach Regen. An dieser Linie können gleichzeitig aber auch neue Gewitter entstehen.


Quelle: kachelmannwetter.com/Brandenburg

Später verclusterten die Gewitterzellen zunehmend und zogen in linienform nach Osten. Dabei gingen die Gewitter mehrheitlich in schauerartig, verstärkten Regen über. Gleichzeitig bildeten sich aber, hinter dieser nach Osten abziehenden Gewitterlinie, neue Gewitter. 

Hinter den Gewittern war es mit einem Taupunkt von 17 bis 20 Grad und einer Luftfeuchtigkeit von >75 Prozent unangenehm schwül und dampfig.


Quelle: kachelmannwetter.com/Brandenburg

2|Überblick der Niederschlagsmengen

Auffällig waren die hohen Niederschlagsunterschiede auf engstem Raum. So fielen in Doberlug-Kirchhain an der DWD-Station nur 2,1 mm, während es gleichzeitig in der Innenstadt bis zu 30 mm an Niederschlag gab. Das war nur ein Beispiel von vielen! Den meisten Niederschlag gab es allerdings zwischen Großräschen und Welzow. Dort fielen innerhalb weniger Minuten/Stunden laut Mesoanalyse (Messwerte + Radarprodukte) zwischen 50 und 80 mm.

Weitere Schauer- und Gewittertreffer gab es südlich von Luckau, in Lübbenau, westlich von Cottbus, zwischen Lauchhammer und Finsterwalde und im unteren Spreewald nördlich von Fehrow.


Quelle: kachelmannwetter.com/Mesoanalyse OSL-Landkreis

Das es eben nicht jeden trifft und schon gar nicht jeden offiziellen Messbottich, zeigen die nachfolgenden zwei Niederschlagsübersichten.

 
Quelle: kachelmannwetter.com/Brandenburg


Quelle: kachelmannwetter.com/Brandenburg Ergänzungsnetz

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