|Schneestatistik| …Schneehöhe, Schneedeckentage und Verteilung des Schnees auf die Monate. Ein kleiner Exkurs.

Der Winter gab sich dem Klimawandel, zumindest in diesem Jahr, noch nicht geschlagen. Schon der Januar war für unsere Verhältnisse hier sehr winterlich, der Februar setzte dem ganzen aber nochmal die Krone auf. Pulverschnee, eine Woche lang Dauerfrost und zwischendurch kam auch immer wieder die Sonne hervor. Mehr kann man nicht erwarten.

Schauen wir uns doch mal einige Statistiken zu diesem Thema an. Dabei geht es vor allem um die Schneehöhe im Winterverlauf, den Schneedeckentagen (mind. 1cm zum Messtermin) unter dem Gesichtspunkt des Klimawandels und der Verteilung der Schneedeckentage auf die einzelnen Monate.

1|Schneehöhe im Winterverlauf

Abgebildet ist die Schneehöhe zum Messtermin um 7 Uhr MEZ. Heißt aber auch, dass es an manchen Tagen Schnee gab, zT. auch mal mehr, dieser aber zum nächsten Messtermin schon wieder getaut war und somit nicht Eingang in die Statistik gefunden hat. Man sollte also im Hinterkopf behalten, dass diese Statistik nur eine begrenzte Aussagekraft besitzt.

Nichtsdestotrotz zeigt sich, dass die Schneehöhen in den letzten Jahren vor allem Anfang und Ende eines Winters, doch eher zu höheren Schneehöhen neigen als im Zeitraum 1961-1990. Ein kleines Zeichen der zunehmenden Extreme. Die bisher höchste Schneehöhe wurde im März 1965 mit 41cm und im März 1970 mit 40cm gemessen.

Ein weitere Besonderheit ist, dass der Winter im Zeitraum 1961-1990 durchschnittlich Mitte März zu Ende ging. Die Schneehöhen nehmen ab. In der neuen Periode von 1991-2020 hingegen verlängert sich der Winter bis Ende März um ein paar Tage. Natürlich sind es nicht mehr die großen Schneemengen die dann noch auftraten.

Im eigentlichen Kerwinter sind die Schneehöhen im Durchschnitt dann etwas geringer ausgefallen.


Abb. 1 ..Schneehöhen im Winterverlauf

2|Schneedeckentage im Vergleich

Die folgende Abbildung zeigt die Schneedeckentage (mind. 1cm; summiert) im Verlauf des Winters. Sobald es eine offizielle Schneehöhe von 1cm gab, wird dieser Tag addiert. So ergibt sich für den Zeitraum 1961-1990 ein Wert von insgesamt 1339 Schneedeckentagen. Für den Zeitraum 1991-2020 sind es dagegen nur 857 Tage. Das entspricht ein Minus von 482 Tagen oder eben einen Rückgang von 36,0 Prozent!

Gleichzeitig hat sich auch die Zusammensetzung des Winterverlaufs geändert. Waren früher eher zwei Winterhöhepunkte an der Tagesordnung, so lief es in den letzten Jahren eher auf eine gleichmäßigere Verteilung der Schneedeckentage hinaus. Hier liegt der Schwerpunkt dann eher zwischen Mitte/Ende Dezember bis Anfang Anfang März. Allerdings zeigt sich auch hier die Verlängerung des Winters bis Ende März.

Mit anderen Worten, der Winter hat sich eindeutig zurückgezogen (in Bezug auf die Anzahl der Schneedeckentage), hat sich dafür aber breiter aufgestellt. Das heißt, wenn es geschneit hat, dann eher über den ganzen Winter verteilt, anstatt auf zwei Schwerpunkte.


Abb. 2 …Schneedeckentage im Winterverlauf

3|Zeitliche Verteilung der gesamten Schneedeckentage seit 1889

Bleibt zum Schluss noch die Frage zu klären, wie verteilten sich die gesamten Schneedeckentage auf die Wintermonate? Die nachfolgende Abbildung zeigt die Verteilung zwischen den Monaten von November bis April.

61,1 Prozent aller Schneedeckentage fielen dabei auf den Kernwinter im Januar und Februar. Die (WInter-)übergangsmonate Dezember und März nehmen 32,4 Prozent ein weiteres Drittel aller Tage ein. Mit nur etwas mehr als 6 Prozent fielen die Schneedeckentage auf den November und April.


Abb. 3 …Schneedeckentage in Verteilung auf die Monate

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